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Diese Seite soll meine Probleme mit der Rechnungsstellung der Deutschen Telekom AG dokumentieren. Vielleicht helfen die hier gezeigten Daten anderen Personen, die ebenfalls mit frech überzogenen Telekomrechnungen konfrontiert worden sind.

Übersicht

Meine lange Geschichte — kurz gefaßt
Die Daten
[Eine Rechnung] [Ein Fehlereingeständnis] [Die Einzelverbindungsübersichten]
Meine Empfehlungen
Rechtliche Grundlagen
Links

Meine lange Geschichte — kurz gefaßt

In meinem Fall handelte es sich um einen nicht-ISDN-Anschluß in Stuttgart-Vaihingen. Ich habe für diesen Anschluß zwei Einzelverbindungsübersichten erhalten; die eine habe ich schon immer gekriegt, die andere habe ich erstmals im Dezember 1998 bekommen, und sie listete Gesprächsdaten einer anderen, mir unbekannten Person. Mein Ansprechpartner bei der Telekom behauptete, daß ein Irrtum nicht möglich wäre; ich würde beide Einzelverbindungsübersichten verursacht haben.

Daß beide EVÜs jeweils denselben Zeitraum abdeckten, störte die Telekom-Leute nicht; mir wurde vielmehr nahegelegt, den Zugang zum Telefon stärker zu überwachen. — Mein Telefon befindet sich in einem Raum, der abgeschlossen ist, wenn ich das Haus verlasse.

Im Januar 1999 habe ich nun eine Telekom-Rechnung in Höhe von über 400 DM erhalten; davon sind etwa 300 DM Nachzahlung für einen Zeitraum ab etwa September 1998. Die einzigen von mir benutzten Fremdanbieter sind Mannesmann/Arcor und seltenst Mobilcom, und Mannesmann/Arcor-Beträge waren bislang auf meinen Rechnungen immer synchron ausgewiesen. Selbst City-/Nahbereichs-Gespräche, die ich über die Telekom geführt habe, wurden bis Oktober 1998 zurückberechnet. Die Telekom war nicht mehr in der Lage, diese Verbindungsdaten nachzuweisen.

Die Telekom gestand Anfang Februar 1999 einen Abrechnungsfehler ein und war bereit, die Rechnung um 250 DM zu reduzieren. Die verbleibenden 150 DM waren aber (vermeintlich) immer noch deutlich mehr als meine 60 DM Monatsmittel des letzten halben Jahres.

Nachdem ich die Verbindungsdaten aufs Netz gelegt und die Datenschutzbeauftragten Baden-Württembergs und des Bundes informiert habe, nimmt die Telekom den Vorwurf einer mißbräuchlichen Benutzung des Apparates zurück; mein Anrufbeantworter nimmt folgendes auf:

"Deutsche Telekom, Kundenbetreuung <Name>

Guten Morgen Herr Hildner,

Herr Hildner,

vielen Dank nochmal für Ihr Schreiben.

Wir haben jetzt alles geklärt. Das waren also tatsächlich verkehrte Einzelverbindungsübersichten, die wir Ihnen zugesandt haben.
Dafür möchten wir uns entschuldigen.
Es ist so, daß Ihnen diese anderen Rechnungen nicht angerechnet wurden, und die Nachberechnung, die noch mit drinne war, wurde Ihnen ja schon erstattet.

Sie können sich aber gerne nochmal mit mir in Verbindung setzen.

Vielen Dank. — Wiederhören.

Damit ist die Theorie der mißbrächlichen Benutzung aus der Welt.

Die Rechnungshöhe für Januar bleibt aber bei 150 DM — ein einzelner Posten Nachzahlungen von Mannesmann/Arcor, zurückreichend bis Oktober 1998, scheint korrekt zu sein und ist auch auf meinen (eigenen) EVÜ-Daten aufgelistet; die anderen Nachzahlungsposten sind über die Stornierung abgedeckt.

Das ist das vorläufige Ende.

Die Daten

Eine Rechnung

Die überhöhte Rechnung; man beachte, wie weit selbst Orts- und Nahverbindungen (über die Telekom geführt) zurückberechnet werden:
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Ein Fehlereingeständnis

Ein teilweises Eingeständnis eines Fehlers — ich muß nicht alles bezahlen, aber die (nachfolgend gelisteten) Einzelverbindungsübersichten seien weiterhin "richtig":
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Die Einzelverbindungsübersichten

Die Einzelverbindungsübersichten; man beachte die zeitliche Überlappung! Die Telekom behauptete zunächst steif und fest, ich hätte beide EVÜs verursacht: "Ein Irrtum ist nicht möglich." ... "Ein Irrtum ist nicht möglich." — Dieser Irrtum wurde am 23. Februar 1999 eingestanden — siehe obige Wiedergabe des Telefonanrufs.

Dies ist im übrigen kein Einzelfall; ich habe die Verbindungsdaten dieser Person zurückreichend bis Ende September 1998 (weitere etwa 15 Seiten DIN A4).

meine EVÜ für Januar 1999:
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meine zweite EVÜ für Januar 1999:
[Briefumschlag] [Deckblatt] [Seite 1] [Seite 2] [Seite 3] [Seite 4]

Meine Empfehlungen

Rechtliche Grundlagen

Auszug aus der Telekommunikationskundenschutzverordnung (TKV):

§ 15 Rechnungserstellung

(1) Soweit der Kunde mit anderen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit nicht etwas anderes vereinbart, ist ihm von seinem Anbieter des Zugangs zum öffentlichen Telekommunikationsnetz (Rechungsersteller) eine Rechnung zu erstellen, die auch die Entgelte für Verbindungen ausweist, die durch Auswahl anderer Anbieter von Netzdienstleistungen über den Netzzugang des Kunden entstehen. Die Rechnung muß die einzelnen Anbieter und zumindest die Gesamthöhe der auf sie entfallenden Entgelte erkennen lassen. § 14 bleibt unberührt. Die Zahlung an den Rechnungsersteller hat befreiende Wirkung auch gegenüber den anderen auf der Rechnung aufgeführten Anbietern. Zum Zwecke der Durchsetzung der Forderungen gegenüber ihren Kunden hat der Rechnungsersteller den anderen Anbietern die erforderlichen Bestands- und Verbindungdaten zu übermitteln.

(2) Begleicht der Kunde die Rechnung nur teilweise, ist, soweit nichts anderes vereinbart ist, im Zweifel davon auszugehen, daß die Zahlung auf die Forderungen der einzelnen Anbieter entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtforderung erfolgt.

["Damit ist klargestellt, daß die Telekom - sofern Du von denen einen Anschluß hast - Rechnungssteller ist und daher Dein Ansprechpartner. Man kann Dich also nicht auf Fremdanbieter verweisen, sondern muß selbst handeln ..."]

§ 16 Nachweis der Entgeltforderungen

(1) Erhebt der Kunde bei Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit, die auf den für die Sprachkommunikation für die Öffentlichkeit vorgesehenen Telekommunikationsnetzen erbracht werden, Einwendungen gegen die Höhe der ihm in Rechnung gestellten Verbindungsentgelte, so ist das Verbindungsaufkommen unter Wahrung des Schutzes der Mitbenutzer auch ohne Auftrag zur Erteilung eines Einzelentgeltnachweises nach den einzelnen Verbindungsdaten aufzuschlüsseln und eine technische Prüfung durchzuführen, deren Dokumentation dem Kunden auf Verlangen vorzulegen ist.

(2) Soweit aus technischen Gründen oder auf Wunsch des Kunden keine Verbindungsdaten gespeichert oder gespeicherte Verbindungsdaten auf Wunsch des Kunden oder auf Grund rechtlicher Verpflichtung gelöscht wurden, trifft den Anbieter keine Nachweispflicht für die Einzelverbindungen, wenn der Kunde in der Rechnung auf die nach den gesetzlichen Bestimmungen geltenden Fristen für die Löschung gespeicherter Verbindungsdaten in drucktechnisch deutlich gestalteter Form hingewiesen wurde. Soweit eine Speicherung aus technischen Gründen nicht erfolgt, entfällt die Nachweispflicht, wenn der Kunde vor der Rechnungserteilung auf diese Beschränkung der Möglichkeiten des Anschlusses in drucktechnisch deutlich gestalteter Form hingewiesen wurde.

(3) Dem Anbieter obliegt der Nachweis, die Leistung bis zu der Schnittstelle, an der der allgemeine Netzzugang dem Kunden bereitgestellt wird, technisch einwandfrei erbracht und richtig berechnet zu haben. Ergibt die technische Prüfung Mängel, die die beanstandete Entgeltermittlung beeinflußt haben könnten, wird widerleglich vermutet, daß die Verbindungsentgelte des Anbieters unrichtig ermittelt sind. Ist der Nachweis erbracht, daß der Netzzugang in vom Kunden nicht zu vertretendem Umfang genutzt wurde, oder rechtfertigen Tatsachen die Annahme, daß die Höhe der Verbindungsentgelte auf Manipulationen Dritter an öffentlichen Telekommunikationsnetzen zurückzuführen ist, ist der Anbieter nicht berechtigt, die betreffenden Verbindungsentgelte vom Kunden zu fordern.

§ 17 Entgeltermittlung bei unklarer Forderungshöhe

Ist davon auszugehen, daß für Verbindungen berechnete Entgeltforderungen unrichtig sind, ohne daß ihre richtige Höhe feststellbar ist, so wird für die Abrechnung die durchschnittliche Entgeltforderung des jeweiligen Anbieters aus den unbeanstandet gebliebenen sechs zurückliegenden Abrechnungszeiträumen zugrundegelegt. Das gilt auch, wenn nach den Umständen erhebliche Zweifel bleiben, ob der allgemeine Netzzugang des Kunden im Umfang der Entgeltforderungen in einer dem Kunden zurechenbaren Weise in Anspruch genommen wurde. Ist die Zeit der Überlassung des allgemeinen Netzzugangs durch den Anbieter kürzer als sechs Abrechnungszeiträume, so wird die Anzahl der vorhandenen Abrechnungszeiträume zugrunde gelegt. Bei der Durchschnittsberechnung sind die tatsächlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Wenn in den entsprechenden Abrechnungszeiträumen der Vorjahre bei vergleichbaren Umständen niedrigere Entgeltforderungen angefallen sind, als sich bei der Durchschnittsberechnung ergeben würde, treten diese Entgeltforderungen an die Stelle der berechneten Entgeltforderungen. Danach zuviel gezahlte Entgelte werden erstattet. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, daß der Netzzugang in dem entsprechenden Abrechnungszeitraum gar nicht genutzt wurde.

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